Samstag, 1. Mai 2021

Fotze, so.

Krass, wie wieder der Föjetong dem Haftbefehl sein neues Album abfeiert, seine lyrischen Ein- und Ausfälle mit denen Rilkes vergleicht und ihn, damit wir uns nicht missverstehen: den Hafti also, damit adelt, wobei dem Rilke sein Wortschatz das Wörtchen Fotze fremd war, er es also nirgendwo unterbringen konnte, nicht mal als singly Blickfang, selbst wenn gewollt, was ich nicht glauben würde, naja, aber immerhin und weil Language und Rhythmus heute und früher so, nicht messbar in Sachen Feingeistwert so, nicht erklärbar die Sprache für Jung und Alt: die in sich und für sich und an sich schon verschieden ist und die also demzufolge auch von Haus aus unterschiedlich sprechen, hören, denken, sehen, egal ob heute oder gestern.

Freitag, 2. April 2021

Der Idiot

Nun, es wäre zu besprechen „Der Idiot“ von Fjodor Dostojewski aus dem ANACONDA- Verlag, der Weltklassiker im Hardcover mit satten 944 Seiten, wovon die letzten sieben Namenserklärungen und Namenszuordnungen sind, DENN: die Warwara Ardalionowna Iwolgina kann durchaus auch als Warja um die Ecke kommen und ihrem Bruder Nikolai Ardalionowitsch Iwolgin alias Kolja begegnen, selbiges gilt für Gawrila Ardalionowitsch Iwolgin, der sich hin und wieder als Ganja in schwerwiegenden Konflikten verzettelt.
Insofern sind diese sieben Seiten hilfreich und ich musste mir keine zehn Zettel Zusatznotizen anlegen, um den Durchblick nicht zu verlieren.
Für Sonstnichtleser, die sich hierher verirrt haben: Das ist wie bei Facebook, wo man vor lauter Ja Nas, Na Dines, Ant Jes nicht mehr durchblickt, wo sich Ed Dys und En Nos um Sin Dys und Do Reens streiten, wo Zweit- und Drittprofile mit Zweit- und Drittnamen angelegt werden, um Sperrungen über Wochen vorzugreifen, die infolge unflätig getätigter Worte der Plattformbetreiber verhängt.
Angelegt, um weiter aktiv Unwesen treiben zu können, zu streiten, zu pöbeln, zu hetzen, sich zum Idioten machen zu können.