Freitag, 18. November 2022

In der Schwimmhalle

Automatischer Türöffner auf:

Überschreiten der Schwelle, Begrüßung durch Tresenbademeister, Erwerb einer Zehnerkarte, Erhalt eines Codearmbandes, Durchlaufen des Labyrinthes bis Spind Nummer 347, Öffnen des Spindes, Ablegen der Kleidung, Schlüpfen in Badehosen, Aufnehmen des Handtuches, Tapsen zur Duschanlage, Aufdrehen der Dusche, Duschen, nicht Abtrocknen, Verstauen des Handtuches im Regal, Erreichen des Beckenrandes, Hineingleiten ins Wasser, 29,2 Grad Luft, 27,1 Grad Wasser, 11:07 Uhr, ein Rentnerpaar, eine dicke Göre,

Dienstag, 4. Oktober 2022

Badekappentraum

„Nordschtriem zwee sofort offdrehn, sonst rochts hier, aber gewaltsch.“
Ach ne, sorry, Politik hatten wir erst in der letzten Audiotie*.
Heute befasse ich mich und wir uns mal mit Wasserballsport.
Und zwar in der DDR, denn letztmalig hat mich Wasserball interessiert, als ich noch ein Steppke war und gern auch so eine blaue Stoffbadekappe mit weißer Spielernummer an der Seite gehabt hätte, die man zudem mit Schnüren unterm Kinn zusammenbinden konnte.
Gehabt hätte bedeutete, dass ich stattdessen ein Gummiding bekam, was in der Trocknungsphase zusammenklebte, beim Überstülpen komische Geräusche machte und beim Ausziehen an den Haaren zerrte und ziepte.
Gummibadekappen in der DDR waren (trotz anderer Konzeption) wie Kondome: nur einmal verwendbar.